Mit Maß und Ziel…

.Berater .Anstifter .Werteflüsterer

Mit Maß und Ziel…

Jeder hat so seine Herausforderungen… seine Träume, seine Zweifel und Skrupel und ab und an auch den nötigen, aber fehlenden Mut… oder man hat sich einfach etwas vorgenommen…

Heute ist es kalt. Sehr kalt. Wenig Sonne, viel Kälte. Aber: Heute am Sonntag war ich wieder laufen. Ich muss mir in den Hintern treten, den wieder etwas stärker gewordenen Schweinehund überwinden. Denn ich habe mir etwas vorgenommen!

Dann auf der Strecke ist es gut… mir kommt ein Nordic Walker entgegen – nun ja, sagen wir mal, er benutzt Stöcke beim Gehen, damit es bequemer geht – ok, mein Eindruck.

Kurz darauf marschieren, Verzeihung, spazieren zwei etwas rundum gut genährte Damen im Trainingsanzug, miteinander beständig verbal kommunizierend, von vorne kommend, an mir vorbei – die Hände in den Hosentaschen…

Da wird mir mal wieder klar, wie leicht wir uns doch selbst belügen können… und ich glaube, oft genug merken wir das auch selbst – aber es ist eben sehr bequem. Und ich nehme mich da nicht aus. Auch ich ertappe mich immer wieder.

Ich weiß, gleich kommt die Steigung, aber ich will heute wieder durchlaufen, außerhalb der Komfortzone laufen… bis zum Selfie mit der Kuh schaffe ich es auch. Eine kleine Pause, dann laufe ich weiter, bis ganz nach oben… geschafft… dann wird es doch zu unangenehm und ich nehm das Tempo etwas raus, mit leichtem Seitenstechen, verfalle in ein Gehen und nach knapp 100 m gebe ich wieder Gas, das ich 200 m vor der Haustür nochmals deutlich erhöhe und keuchend bis zur Hofeinfahrt auch durchhalte…

Raus aus der Komfortzone – schwitzen, sich quälen, sich spüren…

Mein Coach hat mir mit auf den Weg gegeben: Wenn ich Stöcke falsch nutze, schade ich mir mehr, als dass es mir nützt. Wenn ich meinem Körper nichts mehr abverlange, sondern mich nur bequem bewege, dann schade ich mir selbst, werde schlaff und verliere meine Spannung im Körper und werde mit dem zunehmenden Alter immer weniger leistungsfähig.

Also geb ich in 2 Tagen wieder Gas… denn zwischendrin braucht der Körper auch seine Ruhephasen… alles zu seiner Zeit… mit Maß und Ziel unterwegs… dabei aber immer ein bisschen vorankommen 🙂