Wie Mitarbeiter bewegen?

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Wie Mitarbeiter bewegen?

Wie Mitarbeiter bewegen?

Was ist das für eine Frage?
Mitarbeiter haben sich schließlich eigenständig zu bewegen… im Sinne des Unternehmens. Im Sinne des Erfolgs, der vom Unternehmen angestrebt wird. Selbstverständlich.
Jeder Mitarbeiter festigt doch dadurch seinen eigenen Arbeitsplatz.

So könnte eine Sichtweise sein, die in vielen Unternehmen gepflegt wird.

Der Weg, der gemeinsam gegangen wird und die Strategie dahinter, die gibt die Geschäftsführung vor. Die wird definiert von Geschäftsführern, Chefs, Inhabern, Stakeholdern, wobei oft die Mitarbeiter dabei ausgeklammert werden.

Wenn die Geschäftsleitung nicht weiß, wo es lang geht, wer soll es dann wissen?

So die einhellige Meinung in vielen Unternehmensstrukturen.

Welch eine Potenzialvergeudung!
Denn in vielen Unternehmen gilt, was der Chef sagt und die Mitarbeiter haben zu folgen. Eigeninitiative, Kritik, ungefragt Vorschläge unterbreiten… das wird nicht immer gern gesehen. Die vorherrschende Kultur unterbindet solches Treiben eher.

Aber: Die Zeiten werden komplexer und Unternehmen haben zunehmend mehr dünnes Eis als festen Boden unter den Füßen. Die Gemengelagen werden undurchsichtiger und ungünstige Entscheidungen können fatale Folgen nach sich ziehen.

Was wäre also, wenn plötzlich nicht nur ein Kopf, ein Hirn, eine Sichtweise, die Geschicke des Unternehmens lenken würden?
Wäre das nicht wundervoll, wenn die Last der Entscheidung auf mehreren Schultern gelagert wäre?

Nein, man muss nicht gleich an eine völlige Umgestaltung des Unternehmens denken, eine andere Geschäftsform oder gar ein neues Unternehmen suchen oder aufbauen.

Wie wäre es, wenn man einfach diejenigen Menschen, die ein ureigenes Interesse am Unternehmen verfolgen könnten, befragt: Die Mitarbeiter.

Denn unter den Mitarbeitern gibt es viele Mitdenker, wenn man sie denn denken lässt.

Wenn es um Werte im Unternehmen geht, wird einer meist völlig unterschätzt. Der Wert der Mitarbeiter und Mitdenker.
Wie aber kann ich dieses brach liegende Potenzial nutzen, es gewinnen?

Meine überwiegende Zeit im Vertrieb habe ich mit einer Sache verbracht: Ich habe mehr oder weniger gescheite Fragen gestellt.

So kam ich dem Interesse, dem Bedarf, dem Budget, den richtigen Ansprechpartnern, dem Projektstand auf die Spur und so dem Verkauf immer näher.
Fragen stellen zeigt Interesse, gibt dem Anderen Sicherheit, zeugt von Empathie und dem Willen, etwas Gutes zu erreichen.

Was wäre, wenn in Unternehmen die wertschätzende Kultur des Fragens etabliert wäre?
Wenn die Mitarbeiter, das Gefühl erhielten, ihre Meinung, ihr Wissen, ihre Ideen und Gedanken würden wertgeschätzt?

Mit welchen Fragen können Sie erreichen, dass Ihre Mitarbeiter ihr Knowhow Ihnen zur Verfügung stellen – und nicht nur Dienst nach Vorschrift machen?

Vielleicht:

  • Welche Gedanken sprechen gegen unseren Plan?
  • Was könnte passieren, wenn unsere Strategie nicht aufgeht?
  • Wie sieht denn wohl die Meinung der Kritiker dazu aus?
  • Warum könnte unser Vorhaben scheitern?

Wie bewegen Sie also Ihre Mitarbeiter? Ermutigen Sie abweichende Gedanken, laut werden zu lassen.

  • Mit Fragen und dem ehrlichen Interesse, die Antworten ernst zu nehmen.
  • Mit Fragen, die neugierig machen, die Diskussionen anregen, die in der Lage sind, die Kreativität der Mitarbeiter freilegen zu können.
  • Mit Fragen, die nicht die Antwort schon vorausdenken, die offen sind, die Spielräume aufzeigen können.
  • Mit Fragen, die animieren, ebenfalls Fragen zu stellen, die animieren, gesagtes infrage zu stellen.

Dies zur Normalität werden zu lassen, es immer und immer wieder zu tun, Mitdenkerfindungsgruppen zu organisieren, eine Kultur des wertschätzenden Fragens zu etablieren, kann ein Meilenstein der Unternehmensentwicklung darstellen.

Wertschätzung bedeutet Werte zu schätzen und Schätze richtig zu werten… Mitarbeiter sind wundervolle Schätze, voller Überraschungen, die wertzuschätzen sind.